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36. Savalenrally in Norwegen

Information - Tipps - Geschichten
von 3. bis 7. Februar 2027
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Savalenrally 2026

Geschichten
Die Savalenrally 2026

Wir waren wie immer schon früh mit der Buchung der Fähren und Hotels zugange. Problematisch war dieses Jahr, daß wieder mal ein Schiff in Service oder Reparatur war.
Dieses mal von unserer lieb gewonnenen Fährlinie "Go Nordic Cruise Line". Daher mußten wir einen Tag früher starten, um mit dem Schwesterschiff zu fahren.
Das hieß, wir hatten drei Tage in Norwegen zur Verfügung zur Anreise nach Savalen.
In den letzten Jahren sind wir immer die östliche Route über Kongsvinger und Elverum gefahren. Dieses mal wollten wir westlich am Soneren See vorbei nach Norden.
Wir hatten ein tolles Best Western Hotel mitten im Schnee und Skigebiet gebucht, also genau das richtige für unsere Motorräder mit Beiwagen.
Kurz vor der Abreise wollte Wolfram das gleiche Hotel buchen und erhielt die Antwort: "Geht nicht, weil geschlossen". Zum Glück hat er mich informiert, so daß ich nachhaken konnte.
Ich habe den Geschäftsführer des Hotels erreicht, der mir dann mitgeteilt hat, daß er keine Buchung von mir hat und Geld schon mal gar nicht, und das Wintersporthotel hätte sowieso von Oktober bis Mai geschlossen. Ist ja auch logisch, daß eine solches Hotel im Winter geschlossen hat, machen ja auch viel Arbeit, diese Hotelgäste....

Per Telefon und email war dann auch dieses Problem gelöst und wir waren in einem super Wintersporthotel in Hemsedal untergebracht

Irgendwann war dann alles zum Tourstart vorbereitet. Es ist mir etwas komisch vorgekommen, daß wir bei der Abfahrt keinen Regen hatten. Normalerweise fängt es direkt an zu sauen, wenn wir die Zündschlüssel rum drehen. Aber wir hatten eine schöne Fahrt. Gegen Ende der Tour (die letzten 3 Kilometer) kam dann auch die in den Medien angekündigte Schneekatastrophe.
Wir konnten direkt hinter dem Schneeräumer her fahren. Komisch, der biegt ab zu unserem Hotel... zum Parkplatz des Hotels... aah, jetzt ist er auf der Einfahrt stehen geblieben und hat das Räumschild mal kurz angehoben und ist dann weiter gefahren, am Parkplatz vorbei. Allerdings hat er die etwas 35 cm hohe Schneewelle liegen gelassen, so daß ich am ersten Tag schon mal den Seitenwagenantrieb der Ural einschalten konnte um zum Hotel zu kommen.
Auf jeden Fall wurden wir im Hotel zur Linde mit einem super Abendessen belohnt.

Am nächsten Morgen sind wir nach dem Frühstück Richtung Fehmarn gestartet. Leider hat es in der Nacht nicht abgetaut und die deutschen Schneeräumer haben es auch nicht so drauf wie die Norweger. Klar. Die Norweger haben ja auch mehr Möglichkeiten zum Üben..
Da wir ja in Deutschland nicht mit Spikes fahren dürfen, ist der Spaß im Schnee auch leicht getrübt, deshalb sind wir auf der Autobahn (ganz untypisch) nach Fehmarn gebrummt.
Abends noch die Scandlines Fähre von Puttgarden nach Rødby gebucht und am Morgen dann nach Kopenhagen geballert.
Am Hafen vor dem Check In hatten wir noch Zeit, die Spikeräder zu montieren. Dann konnten wir mit den "genagelten" an Bord der Nordic Cruise Line.
Die Überfahrt nach Oslo war unspektakulär und in Oslo konnten wir direkt Richtung Nordwesten aus der Stadt raus.
Die Fahrt war super und es gab immer mehr Schnee. Am Abend sind wir dann in Hemsedal angekommen in dem schicken Skihotel "Skogstad" (das war der Ersatz für das depperte Best Western)
Das war schon komisch, die ganzen Skifahrer zu sehen mit ihren Brettern... und irgendwie wirkten sie etwas verwirrt, als sie die ganzen Beiwagenmaschinen sahen.
Das Hotel war echt super. Abends hat Willi noch angerufen, daß dem Gregor der Motor seiner Dnepr in Deutschland schon geplatzt war. Aber Willi hat ja schließlich eine Ausbildung als Einzelkämpfer (nehme ich an).
Er kann auf jeden Fall  mit Benzinkocher aus Schnee (nein nicht der gelbe) Wasser machen für Tee. Außerdem hat er noch umfangreiches Winterequipment dabei, daher ist er alleine weiter gefahren und wollte uns in Otta im Hotel treffen.
Hemsedal befindet sich etwa 30 Kilometer westlich von unserer eigentlichen Route. Daher mußten wir diese Entfernung plus die normale Strecke fahren. Landschaftlich supergenial schön, aber immer mit dem Gedanken an die Meldungen von Statens Vegvesen in Sachen Straßensperrung wegen Schneeverwehungen.
Da wir aber lange gefrühstückt haben, hatten die netten Kollegen mit den Schneeräumern für Erwachsene schon ganze Arbeit geleistet und alle Wege waren bereits super befahrbar. In Otta waren wir dann im Thon Hotel. Willi wollte uns da treffen, aber er hatte es nur bis Lillehammer geschafft, bevor es dunkel und sehr schattig wurde.
Also sehen wir uns dann am nächsten Tag in Savalen (dachten wir)...

Auf jeden Fall hatten wir eine super Tour über verschneite Straßen. Wir sind über Dombås, Hjerkinn und Folldal noch Savalen gefahren. Als wir in Folldal nochmal getankt haben, kam auf einmal noch eine Dame aus dem Dorf zielsicher auf uns zu. Wie sich nach entfernen der Mütze herausstellte war es Ellen, die Jahre zuvor als unser Guide im Aukrust Center arbeitete und uns erkannt hatte anhand  der Motorräder, die sie zufällig an der Tankstelle sah. Das war natürlich eine Riesenüberraschung und ein großes Hallo an der Zapfsäule.




Der Rest der Strecke nach Savalen ließ sich gut fahren, Auch die letzten 13 Kilometer in die Berge, die normalerweise die "Spreu vom Weizen" trennen, waren gut geräumt und keine fahrerische Herausforderung. Nach dem Check-In gab es erst mal lecker Kaffee und Klönschnack... bis das Telefon klingelte...!

Telefongespräch (aus der Erinnerung wiedergegeben):

Hallo Paul,.. ich bin es Willi, ich habe mich verfahren und bin nun mit dem Motorrad einen Hang runter gerutscht und komme allein nicht mehr raus..

Ja, wo bist Du denn jetzt??? Man kann sich doch hier gar nicht verfahren...

Das Navi hat nach Folldal gemeint links abbiegen wäre super, eine tolle Strecke am See entlang  und sogar eine Abkürzung..

Ja ich weiß, das stimmt auch --- IM SOMMER!!!

Dann bin ich nochmal falsch abgebogen und da stehe ich jetzt und irgendwie wird es auch kalt. Ich schicke Dir mal meinen Standort rüber.

Ich sehe Deine Position, aber es müßte eigentlich  nicht nur kalt sondern auch naß sein, denn nach Deiner Position stehst Du im See.

Moment ich schicke es nochmal von ein paar Meter weg...

Ja alles klar, jetzt sehe ich, wo Du bist. Ich gebe Syleiman bescheid damit er die Verkehrswacht losschickt, um Dich einzusammeln.
Achte auf einen Toyota Pickup, grau.

Erneutes Telefonklingeln nach ungefähr einer Stunde...

Hallo Paul, bis jetzt war noch keiner hier?? Mir ist saukalt.

Okay ich schau nach und melde mich

Kurz danach kam der Pickup zurück, der Fahrer war sehr jung. Er hatte den Job gerade begonnen und verkündete, daß er den Willi nicht gefunden hat.
Jetzt wird es langsam eng...
Zum Glück konnten wir den Vorgänger des neuen Fahrers finden und darum bitten, daß er es nochmal versucht da er ja in dieser Gegend mit jedem Grashalm per du ist.

Hallo Willi, zweiter Versuch. Dieses mal kommt jemand mit Erfahrung und zieht Dich raus.

Okay, ich koche mir mal in der Zwischenzeit einen Tee aus Schnee.

Gut, melde Dich wenn er da ist.

Alles klar.

Naja, auf jeden Fall hat der Geländeprofi den Willi noch vor dem Erfrieren gefunden und frei geschleppt, so daß wir ihn dann doch erleichtert begrüßen konnten.


Wir hatten einen super gemütlichen Abend und sind nach dem Essen noch vor das Weihnachtsmannhaus gegangen um einen Glühweinumtrunk zu genießen.
Natürlich hat Martin auch ruckzuck ein Feuerchen gemacht. Smalltalk draußen im Schnee mit einem leckeren Glühwein,... das hat schon was.




Am nächsten morgen sind wir nach einem exzellenten Frühstück zusammen mit den Gespannen nach Røros gefahren.
Nachdem alle geparkt hatten, war die Erkundung dieser wunderschönen Stadt angesagt. Natürlich mußten wir auch zum Keramiker, um die Aliens (sind hier nicht auf dem Bild) anzuschauen.
Dann hatten wir noch ein längeres Gespräch mit einer Pferdeschlittenfahrerin, die im Stau stand und irgendwann sind wir auch in einem netten kleinen Café gelandet.


Nach der Stärkung haben wir dann die Rückfahrt zum Hotel angetreten, da wir in Tolga noch bei Arne und seinem Museum, das er von seinem Bruder Bjørn übernommen hat,
halt machen wollten um die aktuellen Exponate anzuschauen.

Dann rollten wir noch die letzten Kilometer bis Savalen und haben uns gedanklich schon mal auf die Wettspiele am nächsten morgen vorbereitet.


Wie immer haben sich alle Teilnehmer der Spiele sehr viel Mühe gegeben um sich durch die hervorragenden Leistungen maximal zu blamieren.
Aber da das alle machen ist es kein Problem. Genauso wird bei den Spielen beschissen ohne Ende. Aber da es alle machen paßt es am Schluß bei der Auswertung wieder.
Hauptsache alle haben Spaß.

Am Nachmittag gab es dann wieder die Gelegenheit mit den Mopeds um den Savalensee zu fahren. Da sind auf der Strecke nahezu alle Schwierigkeitsgrade zu bewältigen.
Wir hatten es schon mal dass es etwas Glatteis war, was dazu geführt hat, daß die Leute versucht haben auf den Knien zu ihren Motorrädern bergauf zu rutschen und damit geendet hatte,
daß sie ohne sich zu bewegen einfach wieder den Hang runter gerutscht sind. Oder einmal hat ein Teilnehmer sein Gespann bis zum Lenker im Schnee versenkt.
Kein Problem für unseren Allroundmen Martin. Für alle Lebenslagen hatte er natürlich seine flammneue Seilwinde dabei.
Das Teil kurzerhand an einem Baum fest gemacht und dann rick-rack-rick-rack. Komisch nix tut sich. Aber ein Blick nach hinten hat gezeigt, daß der Baum jetzt auf dem Weg lag. Also ein neuer Baum her, die Winde mit Spanngurten verlängert und siehe da,... das Moped taucht aus dem Graben auf.
Na ja, aber dieses Jahr ging alles ohne Spezialaufgaben über die Bühne.

Ein Teil der Gruppe ist auch statt um den See zu fahren in die riesige Badelandschaft des Hotels gegangen und hat einfach nur von der Tour geträumt... geht auch..

Am Nachmittag hatte sich noch ein Reporter vom NRK 1, dem Norwegischen Fernsehen und Radio angesagt. Der wollte dann natürlich spektakuläre Filmaufnahme machen und ein Interview  haben, was am Abend schon im Fernsehen laufen sollte. Danach mußten wir noch einen Livebeitrag im Radio leisten. Dann war es gut.


Am Abend waren wir dann im Tipizelt zum Grillen und da Sabine auch schon die Auswertung der Spiele fertig hatte, haben wir dort gleich die Siegerehrung vorgenommen.
Danach wurde noch schön gegessen und viele Erfahrungen und Witze ausgetauscht.

Abends war der Beitrag dann wirklich im Fernsehen gezeigt worden.

Am Samstag sind wir dann alle zusammen nach Alvdal zum Aukrust Center gefahren um alles zu besichtigen und den berühmten Film von Kjell Aukrust zu sehen.
Kjell Aukrust ist der berühmteste Trickfilmer von Norwegen und aus seinen Filmen sind die skurrilen Gerätschaften und Fahrzeuge dort zu sehen und das meiste davon funktioniert sogar.
Nur zum Beispiel gibt es dort das Rennauto "Il Tempo Gigante", welches logischerweise siegreich war, ein selbstfahrender Vertreterkoffer, eine Pipienergiemeßmaschine, eine Sterneguckmaschine, eine Mondrakete für die man dort sogar den superwichtigen Raketenführerschein machen kann. Mit diesem kann man dann mit der Rakete zum Mond fliegen. Allerdings nur bei Vollmond, weil bei Sichelmond zu wenig Parkplatz auf dem Mond ist. Ist ja logisch, oder???!

Abends gab es im Hotel das Buffet aus der Region. Da gibt es alles was so im Umkreis kreucht und fleucht. Es ist sehr lecker und außergewöhnlich. Aber irgendwann endet jeder Abend an der Kaffeemaschine im Aufenthaltsbereich.

Am nächsten Morgen hatten wir dann die große Verabschiederei und alle fuhren wieder Richtung Heimat.
Auf dem Weg zum Wood Hotel haben wir dann nochmal beim Chromelch eine kleine Pause gemacht. Das Wood Hotel ist schon extravagant, 65 Meter hoch 18 Stockwerke und nur aus Holz...

Am nächsten Tag wurden wir noch an einer Tankstelle angesprochen mit: "Entschuldigung, aber seid Ihr die Verrückten aus dem Fernsehen?" Ja, sind wir!!
Dann blieb zum Schluß nur noch die Übernachtung in Oslo und die Fährfahrt mit der Go Nordic Cruise Line nach Kopenhagen.

Das war wieder ein tolles Schneeerlebnis.


Wenn Ihr das aktuelle Video anschauen wollt, könnt Ihr gerne bei uns im Laden reinschauen.
Fragt uns dann einfach danach.
Anmeldungen für 2027 werden noch gerne angenommen

Copyright Paul Weis 2007
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