<br /> - Savalenrally

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Geschichten
 


Savalengeschichten - wie für uns alles begann


Die Geister die ich rief....... Was bewegt einen dazu im Winter, und noch dazu mit einem Motorradgespann, nach Norwegen und hier speziell nach Savalen zu fahren?
Das ist bei jedem wohl unterschiedlich. Bei Paul und mir, war ich der Auslöser. Wobei ich damals so ungefähr im Jahr 2003, Anfang 2004 nicht geahnt habe, was ich damit los trete.

Aber nun mal von Anfang an:
Da wir seit vielen Jahren regelmäßig mit unseren Solomotorrädern nach Norwegen fahren, lag der Gedanke nah, dieses Land auch mal im Winter zu besuchen. Natürlich mit dem Motorrad, was sonst?!
Also schenkte ich Paul Weihnachten 1998 das Buch „Eisige Pisten und Schneegestöber“ von Martin Franitza, damit er vielleicht auf den Geschmack kommt.. So richtig in`s Schwarze hatte ich damit wohl nicht getroffen. Paul packte dieses Buch partout nicht an. Da ich nicht selbst fahren, sondern lediglich im Beiwagen „gemütlich“ sitzen wollte, ging ich an das Buch erstmal auch nicht ran.
Zwei oder drei Jahre später habe ich mich dann aufgerafft, das Buch dann doch mal zu lesen. Nachdem ich es dann durch und so Storys gelesen hatte, von wegen „....Schneematsch fängt sich an den Beiwagenstreben und am Bein und friert binnen Sekunden zu einem riesigen Klumpen Eis. Mehr als einmal friert der Fuß regelrecht am Gespann fest.“ (Zitat), hatte ich keine große Lust mehr, mich auf dieses Abenteuer einzulassen.
Dies spornte nun widerrum Paul an sich des Buches mal anzunehmen. Sein Fazit war dann, wenn man vieles anders und besser angeht, wäre das ganze kein Problem...
Ein paar Jahre später, mittlerweile so Anfang 2004 machten wir einen Kurztrip mit der Colorline nach Oslo.
Während wir so in Kiel auf das Einchecken warteten, brummten auf einmal eine Menge Gespanne von der Fähre. Ich war wie elektrifiziert und wollte mit einigen von den Gespannfahrern ins Gespräch kommen, Paul eher weniger. Da ich aber weniger der auf die Leute-zu-Geher bin, das ist normalerweise Paul´s Part, war irgendwann nur noch ein Gespann da und ein Gespräch war immer noch nicht zustande gekommen.
Dann dachte ich jetzt oder nie, spring über deinen Schatten und quatsch die beiden mal an.
So lernte ich dann Carola Bade und ihren Bekannten Uwe kennen. Wir waren uns von Anfang an sympathisch und Carola erzählte einiges von der Savalenrally in Norwegen, wo sie gerade herkamen. Paul zeigte mittlerweile auch Interesse und fast hätten wir das Einchecken verpasst, so interessant waren Carola´s Erzählungen.
Aus Norwegen wieder zurück, stand kurze Zeit später die Motorradmesse in Dortmund an. Bereits nach dem ersten Messetag erzählte Paul er hätte unser zukünftiges Gespann, mit dem wir nach Norwegen fahren könnten, gesehen.
Zwei Monate später waren wir stolze Besitzer eines wunderschönen Uralgespannes. Die erste Fahrt, sprich die erste richtige Rechtskurve (fast wären wir in einem Graben gelandet und Gottseidank hatten wir keinen Gegenverkehr!!!) dämpfte unsere Laune auf das Gespann fahren gewaltig.
Aber man läßt sich ja nicht von so einem Metallhaufen unterkriegen..... Im Jahr 2005 nahmen wir dann zum ersten Mal an der Savalenrally teil. Und was soll ich Euch sagen, es war super, super schön. Sigi und Erich, auch mit einem Uralgespann und unsere Freunde Melonika und Harry mit ihrem Mercedes als Begleitfahrzeug waren mit von der Partie.
Es war so ein richtiger super Einsteigerwinter mit max. - 10 Grad. Nichts war fest-, geschweige denn eingefroren und so stand für uns am Schluss der Rally fest, 2007 gehts wieder hoch.
So alle zwei Jahre das wär schon ein Ding. Im Laufe des Jahres 2006 hatten wir mehrere Gespräche mit Carola. Sie suchte aus gesundheitlichen Gründen einen Nachfolger für die Organisation der Savalenrally. Irgendwie hatte sie den Eindruck gewonnen, dass auch wir mit Herz und Seele die Savalenrally in ihrem Sinne weiterführen würden.
Tja und so kam es, dass Carola auf dem Treffen 2007 uns als ihre Nachfolger vorstellte. Im Jahr 2008 wurde die Organisation dann zum ersten Mal von uns verbrochen, aber ich glaube es hat einigermaßen geklappt. Das fahren im Winter übt eine ganz eigene Fazination auf einen aus. Richtig beschreiben kann man das nicht. Man muss es wohl selbst erleben.
Mittlerweile habe ich mich aus Versehen selbst mit dem Gespannvirus infiziert. Nach relativ kurzer Inkubationszeit bin ich nun selbst Gespannfahrer.
Nach nur einer Woche und knapp 700 km Ural fahren hat mich der Virus schon voll im Griff. Um aber im Winter nach Norwegen zu fahren dafür ist mir mein Ural Retro Gespann natürlich zu schade.
Aber man könnte sich vielleicht ja noch ein zweites Gespann zu legen...... und das aus meinem Munde, wo ich doch eher ein Angsthase im Schneefahren bin......

Allzeit gute Fahrt und bis zur nächsten Savalenrally.

Sabine

(wird noch fortgesetzt, von mir oder von Euch. Wenn Ihr Lust habt was zu schreiben, dann ist mir das sehr recht. Sendet Eure Texte, auch gerne mit Bildern an unsere email Adresse)

Fortsetzung.....Savalen 2010

Von wegen zu schade, wie schnell man doch seine Meinung ändern kann....
In Kurzfassung:

Die Retro ist zum fahren da, auch im Winter. Man muss nur gut konservieren, was ich dann auch gemacht habe. Spikeräder wurden gekauft, Winterkleidung hatte ich ja schon von den Fahrten im Vorjahr im Beiwagen von Paul und dann gings los....

Vorab, der ausführliche Teil der Tour kommt noch in diesem Jahr (grins..., versprochen),
es war supertoll!!!! Jedesmal wenn ich dran denke oder darüber erzähle, kommt die erlebte Freude und der Spaß wieder hoch, als wärs gestern erst gewesen. Es war ein geniales Erlebnis und ich bin froh, dass ich  mich getraut habe. In Norwegen mit den Spikerädern rum zu düsen, läßt einen die Angst vorm Schnee und besonders vorm Eis verlieren.
Dank guter Konservierung hat meine Retro das Schneeerlebnis auch gut überstanden und fiebert wie ich, Savalen 2011 entgegen. Denn eins ist klar, wir zwei sind wieder dabei....
und Ihr?????  Lust dabei zu sein........?!

Bis bald

Sabine

 
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